Lehrstellenparcours 2023

Vielfältige Berufe hautnah erlebt

In diesem Jahr konnten über 35 Firmen gewonnen werden, die sich am Lehrstellenparcours des Gewerbevereins Ebikon und Umgebung beteiligten. Das ist ein neuer Rekord und ermöglichte den Schülerinnen und Schüler der zweiten Oberstufe in Ebikon die vielfältigsten Berufe während eines Tages kennen zu lernen.

Vom Maler, Carrosseriespengler über Fachpersonen Gesundheit, Anlagenführer bis zur Detailshandelsangestellten und Coiffeuse/Coiffeur deckte die Berufsvielfalt des diesjährigen Lehrstellenparcours des Gewerbevereins Ebikon und Umgebung ab. Die über 35 Firmen stellten dafür einen ganzen Tag für die Schülerinnen und Schüler zur Verfügung, um ihnen Informatives und Praktisches der jeweiligen Berufe näher zu bringen. Nur den Wunschberuf kennen zu lernen, ist an einem solchen Lehrstellenparcours nicht möglich. Dennoch sieht Esther Häfliger von der Schule Ebikon darin etwas Positives. «Herauszufinden, welchen Beruf man nicht erlernen will, ist durchwegs gut», meinte sie. Viele Schülerinnen und Schüler hätten nun in Betrieben Schnupperlehren abgemacht und würden sie im November besuchen. Diese und der Lehrstellenparcours können den Jugendlichen auch Ängste nehmen, meinte Häfliger. Sie wie auch Marco Kretz, der der als Vorstandsmitglied des Gewerbevereins Ebikon und Umgebung mit der Schule Ebikon den Lehrstellenparcours organisierte, ziehen einmal mehr ein positives Fazit. «Im Vergleich zu früher, sehen heute Firmen den Lehrstellenparcours als Chance Lernende zu gewinnen», äusserte Kretz, dem es in diesem Jahr gelungen ist, neue Firmen zu gewinnen. Von Häfliger war zu erfahren, dass das praktische Arbeiten den SchülerInnen am meisten Spass machte.

Mehr Ateliers erwünscht

In den kommenden Jahren werden die Schülerzahlen steigen und demzufolge ist die Beteiligung von zahlreichen Firmen am Lehrstellenparcours wichtiger denn je. Um den Schülerinnen und Schüler noch mehr Einblick in ihre Traumberufe geben zu können, würde es Marco Kretz begrüssen, wenn auch Firmen aus der ICT-Branche oder Betriebe mitmachen, die Berufe wie MPA (Medizinische Praxisassitent/in, Dentalassistent/in, Koch, Bäcker und Zeichner vertreten.

Der Gewerbeverein Ebikon und Umgebung dankt folgenden Firmen und Dienstleistungsbetrieben für ihre Teilnahme am Lehrstellenparcours: Gemeinde Ebikon, Druckerei Ebikon, Elektro Furrer (Dierikon), Werotex AG, Maler Schlotterbeck (Adligenswil), Kita TaFF Schweiz, Spitex Rontal plus, Emil Frey AG, Banz AG, P.J. Bieri Lackierwerk AG, Schindler Aufzüge AG, Raiffeisenbank Luzern, Schreinerei Bründler AG, Dropa Drogiere Diener, Dropa Drogerie Mall of Switzerland, Koch Panorama AG, Viva Luzern Rosenberg, 1a hunkeler Holzbau AG, Carrosserie J. Kaufmann, Arisco Versicherungen AG (Rotkreuz), Migros Ladengasse, Widmer Elektro-Telecom AG, Luzerner Kantonalbank, AMAG (Perlen), Zentrum Höchweid, Schule Ebikon Tagesstruktur Höfli, Coiffure Topline, SSBL Stiftung für selbstbestimmtes und begleitetes Leben (Rathausen), ABC Kindertreff, Chinderhus Wanja, wirth+co ag (Buchrain), Bucher & Weiler AG, Schmid Bau AG, Gallati AG Sanitär-Heizung-Service (Luzern), Marco Kretz Coiffure-Team und Eugen Bienz AG Ingenieurbüro USIC/SWKI.

(Fotos + Text Claudia Surek)

Eine Schülerin darf sich bei P.J. Bieri Lackierwerk AG, als Industrielackiererin ausprobieren.

Die Vielfalt des Malerberufes durfte bei Maler Schlotterbeck kennen gelernt werden.

Zum Beruf des Gebäudetechnikplaners bei der Eugen Bienz AG gehört unter anderem die Messung der Luftqualität.

Die Entfernung einer Heckstossstange bei AMAG in Perlen fällt in den Aufgabenbereich des Carrosseriespenglers.

Einblick in den Beruf der Kauffrau EFZ bzw. Kaufmann EFZ erhielten die SchülerInnen bei ARISCO Versicherungen AG in Rotkreuz.

Lehrstellenparcours 2022

Nach dem Berufswahlparcours zur Schnupperlehre

Der Lehrstellen- bzw. Berufswahlparcours, den der Gewerbeverein Ebikon und Umgebung in Zusammenarbeit mit der Oberstufenschule Ebikon seit 2014 durchführt, ist für Firmen zunehmend wichtiger geworden, um neue Lernende zu gewinnen. In diesem Jahr haben sich einige Schülerinnen und Schüler nach dem Berufswahlparcours gleich für eine Schnupperlehre interessiert.

Immer mehr Firmen und Dienstleistungsbetriebe beteiligen sich am Berufswahlparcours des Gewerbevereins Ebikon und Umgebung. 2016 waren es noch 15, in diesem Jahr knapp zehn mehr. Sie tun einiges, um einen attraktiven, informativen und praktischen Einblick in verschiedene Berufe zu geben. Die Dropa Drogerie Diener im Einkaufscenter Ladengasse in Ebikon liess Isabel G. einen Hustentee aus Kräutern wie Holunder, Lindenblüten, Thymian und Süssholz mischen. Eine andere Schülerin, die sich für Medizin und Gesundheit interessiert, bereitete eine Kundenbestellung vor. Ihr gefiel das ruhige Arbeitsklima. Hygienemassnahmen sind ein wichtiger Bestandteil, wer den Beruf der Fachfrau/Fachmann EFZ lernen möchte. Bei der Spitex Rontal plus konnten die Schülerinnen durch den sogenannten Fluoreszenztest und ultraviolettem Licht erkennen, wie gut sie ihre Hände desinfiziert hatten. Das richtige Setzen von Spritzen in einen Schwamm lernten sie durch den Ausbildungsverantwortlichen Maik Maggion kennen. Im ABC Kindertreff führte die Krippenleiterin Dahlia Waller die SchülerInnen durch das Haus, machte sie mit dem Beruf der Fachfrau Betreuung (Fachrichtung Kinder) vertraut und involvierte sie beim Singen, Zeichnen und Spielen mit den Kindern. «Wir berücksichtigen vor allem Schulabgänger, die zuerst ein sechsmonatiges Praktikum absolviert haben», sagt Waller. Eigeninitiative zeigten zwei Schülerinnen, die sich als Reiterinnen outeten, an einem Übungskopf bei Coiffure-Team Marco Kretz. Sie kämmten und flochten das Haar ähnlich wie bei Pferdemähnen. «Sie wären am liebsten noch nach Feierabend geblieben», erzählte Marco Kretz, der als Vorstandsmitglied des Gewerbevereins Ebikon und Umgebung für die Organisation des Berufswahlparcours mitverantwortlich ist. Dass sich junge Menschen sehr wohl für Handwerksberufe interessieren, zeigte sich bei Bucher & Weiler, wo Motorgerätemechaniker ausgebildet werden. Ein Lernender im 3. Lehrjahr erklärte ihnen den Motor eines multifunktionalen Kommunalgerätes, bei dem ein Service anstand. Die Schüler liessen sich durch nichts ablenken und hatten nur Augen und Ohren für die Ausführungen und das Innenleben der Maschine offen. Sehr lebhaft zu und her ging es bei Widmer Elektro-Telecom AG, wo am Morgen und am Nachmittag je zehn SchülerInnen ein komplettes Verlängerungskabel bauen und nach Hause mitnehmen durften. Wer wohl hier einmal die Lehre als Montage-Elektriker EFZ oder Elektroinstallateur EFZ absolvieren wird? Wertvolle Tipps erhielten die Schülerinnen und Schüler am Berufswahlparcours auch, so in der Migros Ladengasse zum Einreichen von Bewerbungen durch Pirmin Müller, Berufsbildungsfachmann, der für die Migros-Genosssenschaft Lernende rekrutiert.

Das Praktische gefiel besonders

108 Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler aus Ebikon nahmen am diesjährigen Berufswahlparcours teil. «Ihnen gefiel vor allem das praktische Mitarbeiten sehr», hielt Esther Häfliger von der Schule Ebikon rückblickend fest. Aussergewöhnlich war, dass einen Tag nach dem Berufswahlparcours ein paar der SchülerInnen nochmals in den Betrieben vorbeischauten und eine Schnupperlehre abmachten. «Somit sehe ich den Berufswahlparcours als Grosserfolg an», ergänzte Esther Häfliger. Sie besuchte auch einige Betriebe und stellte fest, dass die Verantwortlichen sehr motiviert und gut vorbereitet waren. Das habe sich auch auf die Lernenden übertragen.

(Fotos + Text Claudia Surek)

Isabel G. mischte aus Kräutern einen Hustentee in der Dropa Drogerie Diener.

Bei der Spitex Rontal plus liess das ultraviolette Licht erkennen, ob die Hände gut desinfiziert waren.

SchülerInnen wurden im ABC Kindertreff in den Alltag involviert.

Diese beiden Schülerinnen zeigten Eigeninitiative an einem Übungskopf beim Coiffure-Team Marco Kretz

Der Motor eines multifunktionalen Kommunalgerätes faszinierte diese Schüler bei Bucher & Weiler.

Bei Widmer Elektro-Telecom AG durfte ein Verlängerungskabel gebaut werden.

Wertvolle Tipps vermittelte Pirmin Müller in der Migros Ladengasse.

Lehrstellenparcours 2021

Eindrücklicher Lehrstellenparcours

Lehrstellenparcours 2021 vom 26. Oktober 2021

Abwechslungsreich und spannend gestaltete sich für rund 100 Oberstufenschülerinnen und Schüler der Lehrstellenparcours des Gewerbe Rontal KMU Ebikon. Über 20 Firmen stellten informativ und praxisnah zahlreiche Berufe vor. Die Mädchen und Knaben durften dabei selber anpacken.

Etliche der Firmen präsentierten am Lehrstellenparcours des Gewerbe Rontal KMU Ebikon bis zu fünf Berufe. Einige von ihnen beteiligten sich erstmals an diesem Anlass wie beispielsweise der Werkhof Ebikon oder die Bio-Metzgerei Ueli-Hof. Überall lernten die Schülerinnen und Schüler die Berufe auf informative und praxisnahe Art kennen. Die vorgeführten Arbeitstechniken durften beispielsweise bei der Schreinerei Bründler an einem Werkstück umgesetzt werden. Die Firma Schindler Aufzüge AG, einer der grössten Ausbildungsbetriebe im Rontal, ermöglichte den Jugendlichen die Berufe des Polymechaniker EFZ, Anlage- und Apparatebauer/in EFZ, Konstrukteur/in EFZ und Elektroniker EFZ kennen zu lernen. Der Beruf der Kaminfegerin bzw. des Kaminfegers hat sich im Verlaufe der Zeit gewandelt, zumal die wärmetechnischen Anlagen und Lüftungen moderner geworden sind. Doch steigen sie immer noch auf Dächer, wenn auch nicht mehr so oft wie früher. Das erfuhren und erlebten die SchülerInnen bei Gabriel Rebsamen in Dierikon.

Viele positive Feedbacks

Der Lehrstellenparcours wurde in Zusammenarbeit mit der Schule Ebikon organisiert. Die verantwortliche Lehrerin, Esther Häfliger, resümierte: «Es gab viele positive Feedbacks. Die meisten SchülerInnen fanden es spannend und abwechslungsreich. Die Zeit ist schnell vorbeigegangen, weil sie an einem gut vorbereiteten Programm teilnehmen durften. Eine Mutter hat auch zurückgemeldet, dass es ihr Kind toll fand einen Betrieb kennen zu lernen, obwohl es den Beruf gar nicht erlernen will.» Häfliger lobte insbesondere die Betriebe, die top vorbereitet waren und sich sehr grosse Mühe gaben, ein vielfältiges Programm zusammen zu stellen. «Über alles gesehen, war der Berufsparcours definitiv ein Erfolg und die Jugendlichen haben ganz viele gute Eindrücke mitnehmen können», ergänzte sie. Marco Kretz, zuständig für die Nachwuchsförderung im Vorstand des Gewerbevereins Ebikon und Umgebung meinte: «Auch von der Seite des Gewerbes kann ich nur ein positives Bild abgeben. Natürlich ist dieser Tag immer mit Aufwand verbunden, jedoch auch eine Werbung für jeden beteiligten Betrieb als Ausbildungsstätte. Der Lehrstellenparcours erhöht die Chance, dass sich Schülerinnen und Schüler bei den beteiligten Firmen für eine Schnupper- und/oder eine Lehrstelle bewerben. Nebenbei lernen die Jugendlichen auch die betriebliche Realität kennen, was für sie eine bereichernde Erfahrung sein kann.»

(Fotos + Text Claudia Surek)
Werkhof Ebikon
Werkhof Ebikon

Im Werkhof Ebikon lernen Fachfrauen/Fachmänner Betriebsunterhalt EFZ beispielsweise das Verlegen von Verbundsteinen kennen, für die eine Tragschicht vorbereitet werden muss.

Werkhof Ebikon
Werkhof Ebikon

Die Arbeiten eines Werkhofmitarbeiters sind sehr vielseitig. Reparaturen wie beispielsweise hier an einem Rasenmäher werden selber vorgenommen.

Werkhof Ebikon
Raiffeisenbank Ebikon

Die Raiffeisenbank Ebikon lockerte den Tag mit einer Schätzfrage auf.

Werkhof Ebikon
Uelihof

Um den Beruf der Fleischfachfrau/des Fleischfachmannes kennen zu lernen, durften diese SchülerInnen einen Hamburger und eine kalte Platte herstellen.

Werkhof Ebikon
Schreinerei Bründler

Schüler mit dem Werkstück, an dem sie in der Schreinerei Bründler arbeiteten.

Schindler Aufzüge AG
Schindler Aufzüge AG

Das Zusammenschweissen von Metallteilen gehört zu den Tätigkeiten der Anlage- und Apparatebauer/in EFZ bei der Schindler Aufzüge AG.

Werkhof Ebikon
Schindler Aufzüge AG

Auf spielerische Art konnten diese Schüler mit der Elektronik bei der Schindler Aufzüge AG auf Tuchfühlung gehen.

Schindler Aufzüge AG
Gabriel Rebsamen

Diese SchülerInnen stiegen mit einstigen, traditionellen Werkzeugen eines Kaminfegers auf das Dach der Gabriel Rebsamen in Dierikon.